Historie des Theatervereins Puchheim-Ort

Am Anfang war ..... nein -  nicht das Wort,  sondern die Gründungsversammlung. Mitglieder des Männergesangvereins "Harmonie" Puchheim trafen sich am 8.Januar 1982  zur Gründung des "Theatervereins des MGV Harmonie Puchheim" . Als Verein im Verein sozusagen und auch so nachzulesen in den Archivunterlagen.

 

Anwesend waren, als "Gründungsväter" :  Nerbl Alfred - Sollinger Rudolf - Menden Hans - Fruth Christian - Fruth Robert jun. - Sollinger Josef und Sollinger Emil

Das erste Stück, das 23. und 24. Oktober 1982 im Pfarrheim in Puchheim-Ort aufgeführt wurde, war das ländliche Lustspiel  "s Herz in der Lederhos´n" von Maximilian Vitus.  Hier noch einmal Schauspieler und Akteure der "Uraufführung" des Premierenstücks im Pfarrheim .

Friedl Ludwig - Seitz Maria - Sollinger Rudolf - Killer Josef - Meißner Agathe - Fruth Robert jun. - Seitz Waltraud - Fruth Christian - Sollinger Josef - Maier Monika.

Regie und Souffleur in einem war Nerbl Alfred;  die Bühnentechnik machte Menden Hans.

Im Oktober 1983 wurde "Die Geisterbraut" von Hannes Bauer, ein Lustspiel in 3 Akten gespielt.

In einer Versammlung der Theaterschauspieler und Akteure wurde dann am 17.April 1984  der Verein auf die richtigen Füße gestellt. Es erfolgte eine Vorstandswahl. Außerdem wurde u.a. beschlossen, dass die Schauspieler -wenn sie es noch nicht sind- als passive Mitglieder dem MGV "Harmonie" Puchheim beitreten und dort den jährlichen Beitrag zahlen.

Die Versammlung wählte zum

1. Vorstand:
Nerbl Alfred
2. Vorstand: Sollinger Rudolf
3. Vorstand: Meißner Agathe
Schriftführer: Seitz Waltraud
Kassier: Kandler Konrad
Regie-Assistent: 
Menden Hans

      

Desweiteren wurde ein evtl. Beitritt zum Volksspielkunstverband Bayern als "Theaterverein in MGV Harmonie Puchheim" beschlossen.   

Im Oktober/November desselben Jahres wurden dann drei Einakter "Die Hirschgrandln",  "Der Hahn im Korb" und  "Die Brautschau"    zur Aufführung gebracht.

Im November 1985 wurde der Schwank von Franz Vogl "Peter und Paul"  gespielt.

Bei einer Vorstandssitzung im April 1986 wurde angeregt, dass der Theaterverein als eigenständiger Verein weitergeführt werden soll, falls sich der Männergesangverein "Harmonie" nicht als eingetragener Verein (e.V.) registrieren lässt.

1986 im November spielte der Verein ein Volksstück in 4 Akten "s´trutzige Dirndl" von Vitus Geisenhofer .

Bei der Jahreshauptversammlung (JHV) am 22.3.87 wurde die Vorstandschaft bestätigt. Man kam überein, dass 7 Aufführungen in der Spielsaison genug sind.

Im Herbst 1987 wurde dann der "Kurbetrieb beim Kräuter-Blasi", ein Lustspiel in 3 Akten von Franz Schauer zur Aufführung gebracht.

1988 im Novemberwurde ein Schwank in 3 Akten von E. Naumann, "Der Horoskopwastl" aufgeführt.

Im Herbst 1989 sollte das Stück "Eine Frau mit Garantie" von Franz Schaurer aufgeführt werden, als einer der Hauptdarsteller, Josef Sollinger schwer erkrankte und tragischerweise am 30.Novemebr 1989 verstarb. Der Theaterverein trauerte um einen seiner beliebtesten Schauspieler und einem Gründungsmitglied des Vereins. Das Stück wurde abgesetzt und auch im Frühjahr darauf nicht mehr zur Aufführung gebracht.  

Bei den Neuwahlen zur Jahreshauptversammlung 1990 wurde die Vorstandschaft noch einmal bestätigt; auch Alfred Nerbl stellte sich noch einmal als 1. Vorstand zur Verfügung, obwohl er ursprünglich aus Zeitgründen, auch als Regisseur nicht mehr kandidieren wollte. Regisseur wurde dann Ludwig Friedl. Neugewählt wurden als Kassenprüfer (Revisoren) die Mitglieder Herbert Kothmayr und Robert Fruth jun.

Zum 70jährigen Gründungsfest des Muttervereins MGV "Harmonie" Puchheim wurde dann beim Festabend im Feuerwehrstadl am 23.6.90 der Sketch "Herzblatt" von Mitgliedern des Theatervereins inszeniert.

Gespielt wurde dann im Oktober 1990 die heitere Geschichte einer fast normalen Familie von Ulla Kling "Mama macht mobil" 

Bei der JHV 1991 wurde u.a. die Neuanschaffung einer Vorhangschiene beschlossen; außerdem soll der der Verein weiterhin ein Unterverein des MGV "Harmonie" bleiben.  

Gespielt wurde dann im Oktober "Der Odeltenor" , eine Dorfgaudi von Werner Ohnemus

Wegen des Rücktritts des 2. Vorstands, Rudi Sollinger musste bei der JHV 1992 dieser Posten neu besetzt werden. Norbert Huber stellte sich zur Verfügung und wurde bis zur regulären Wahl 1992 als 2. Vorstand gewählt.

1992 feierte der Theaterverein sein 10-jähriges Bestehen im Sommer mit einem Fest im Feuerwehrstadl und der Aufführung des bekannten Einakters von Ludwig Thoma: "Waldfrieden"

Für die Spieltage im Herbst 1992 war das Stück "Der Ehestreik" von Julius Pohl geplant. Die Aufführung musste jedoch kurzfristig abgesagt werden, da zwei Schauspieler aus privaten Gründen (Krankheits-/Sterbefall in der Familie) als Darsteller ausfielen. Die Aufführung sollte dann im Herbst des nächsten Jahres erfolgen.

Bei den Neuwahlen in der JHV 1993 wurde Norbert Huber zum 1. Vorstand gewählt; Rudi Hainzinger wurde 2. Vorstand; 3. Vorstand blieb Agathe Meißner, ebenso wie die Schriftführerin Waltraud Frankenfeld und der Kassier Konrad Kandler.

"Der Ehestreik" wurde dann im Oktober/November 1993 nachträglich gespielt.

1994 wurde das Theaterstück "Der Narrenzettel" von Julius Pohl wurde im Oktober/November zur Aufführung gebracht.

1995 waren Mitglieder des Theatervereins beim bunten Abend des MGV "Harmonie" am 18.6.95 im Feuerwehrstadl mit einem Sketch "Dingsda" dabei.

Die "Spielsaison" 1995 im Herbst fiel ins Wasser; gespielt werden sollte "Die drei Eisheiligen und die kalt´Sophie"  ; sie scheiterte an Besetzungsproblemen.

Im Jahr 1996 wurde bei der JHV Rosemarie Schwaiger zum 3. Vorstand gewählt (Agathe Meißner kandidierte nicht mehr) die übrigen Vorstandsmitglieder wurden in ihrem Amt bestätigt.

Im Oktober/November 1996 kam dann das Stück "Die vier Weiber vom Berghof" ein ländlicher Schwank von Anton Maly zur Aufführung.

Im Herbst 1997 (Oktober/November) wurde die Komödie "Ballett am Jocklhof" von Franz Schaurer gespielt.

Ein Jahr später im Oktober/November 1998 wurde der bayerische Protectulus" von Peter Landstorfer aufgeführt.

1999 wurde bei der JHV die gesamte Vorstandschaft wiedergewählt. Leider musste die Saison im Herbst wegen "Spielermangel" ausfallen bzw. abgesagt werden.

Im Jahr 2000 konnte wieder gespielt werden. Der tolle bayerische Schwank "Der Preisboxer" von Franz Geisenhofer kam zur Aufführung.

Auch im Herbst 2001 wurde wieder ein Stück von Peter Landstorfer aufgeführt; "s´Elädrische"

Bei den Wahlen der Vorstandschaft in der JHV 2002 wurde die gesamte Mannschaft wiedergewählt und in ihrem Amt bestätigt

Gespielt wurde in diesem Jahr im Herbst nicht, da die Kirche renoviert wurde und man den Pfarrheimsaal für Gottesdienste benötigte.

2003 spielte man "Ratsch und Tratsch" von wiederum von Peter Landstorfer

Oktober/November 2004 kam das Lustspiel "Der Bader-Bazi" von Reiner Wagner zur Aufführung

Bei der JHV 2005 wurde wiederum die gesamte Vorstandschaft ( Norbert Huber - Rudi Haimzinger -  Rosi Schwaiger - Konrad Kandler und Waltraud Frankenfeld ) wiedergewählt. Leider konnte wegen Besetzungsproblemen im Herbst kein Theater gespielt werden.

Wieder gespielt wurde im Oktober/November 2006. Und zwar die Komödie "Schauts doch mal vorbei" von Ulla Kling

Zum 25-jährigen Bestehen des Theatervereins wurden im Herbst 2007 drei Einakter aufgeführt. "Erster Klasse" von Ludwig Thoma, "Der Firmling" von Karl Valentin und "Die Hauptprobe"

Bei den JHV 2008 stellten sich einige Vorstände nicht mehr zur Verfügung. Norbert Huber und Konrad Kandler übernahmen ihr Amt für ein Jahr kommissarisch, nachdem kein Nachfolger gefunden werden konnte. So kam es bei den Neuwahlen zu einigen Veränderungen in der Vorstandschaft:         

                                

1. Vorstand:  Norbert Huber (kommissarisch für ein Jahr)
2. Vorstand: Tanja Kandler
3. Vorstand: Marianne Pichler
Schriftführer: 
Hildegard Leutenstorfer
Kassier: Konrad Kandler (kommissarisch für ein Jahr)

 

Aber im Herbst wurde wieder gespielt und die Komödie "Die bucklige Verwandtschaft" von Margit Suez zur Aufführung gebracht.

Das Jahr 2009 fing begann traurig. Im Januar musste wieder ein Gründungsmitglied des Vereins, der allseits beliebte, langjährige Schauspieler Christian "Grille" Fruth viel zu früh begraben werden. Bei den Vorstandswahlen in der JHV ergaben sich wieder Veränderungen. Norbert Huber und Konrad Kandler erklärten sich jetzt doch noch einmal bereit für drei weitere Jahre zu bleiben. Außerdem wechselten Marianne Pichler (2. Vorstand) und Tanja Kandler (3.Vorstand) Das Theater musste abgesagt werden, da verschiedene Rollen nicht besetzt werden konnten.

2010 musste Norbert Huber sein Amt als 1. Vorstand aus gesundheitlichen Gründen zur Verfügung stellen. In dieser, für den Verein schwierigen Zeit, stellte sich dann Andrea Reschke für das Amt zur Verfügung und wurde zum 1. Vorstand gewählt.

Im Oktober/November wurde die Komödie "Ein Butler auf dem Bauernhof" von Hans Schimmel aufgeführt.

2011 verstarb wieder ein Gründungsmitglied des Vereins, Hans Menden im Alter von nur 60 Jahren. Eine Theateraufführung im Herbst fiel in diesem Jahr aus, da man übereinkam in Zukunft im Frühjahr zu spielen.

Und so wurde das erste Mal im Frühjahr 2012 nach Ostern das Lustspiel "Überall san d´ Weiber" von Marianne Santl aufgeführt.  Trotzdem war es wieder ein trauriges Jahr für den Theaterverein; im Sommer mussten wir Ludwig Friedl im begraben. Der langjährige und beliebte Schauspieler hatte noch mit den Proben für das Stück "Überall san s´Weiber" begonnen, musste aber dann aber wegen eines Krankenhausaufenthaltes aussteigen. Seine Rolle konnte mit Stefan Kaspar kurzfristig besetzt werden. Ludwig Friedl kam jedoch -entgegen allen Erwartungen- nicht mehr aus dem Krankenhaus zurück und verstarb im Juli 2012 im Alter von 66 Jahren viel zu früh.

Bei den Wahlen zum Vorstand in der JHV 2013 trat Tanja Kandler als 3. Vorstand nicht mehr an. Ihre Nachfolgerin wurde Heike Sepp. Gespielt wurde die bayerische Kriminalkomödie "Der entführte Selbstmordeinbruch" von Wolfgang Bräutigam, als den Theaterverein vom nächsten Schock getroffen wurde. Mitten in der Saison - vier Aufführungen waren schon gespielt - erlitt unser langjähriger Kassier Konrad Kandler einen Herzinfarkt und verstarb am 19.April 2013 mit nur 65 Jahren. Nicht nur die Mitglieder des Vereins trauerten um "Konni" Die beiden restlichen Aufführungen wurden daraufhin abgesagt. 

Im Jahr 2014 wurde das Lustspiel "Erben ist gar nicht so leicht" von Marianne Santl zur Aufführung gebracht.

Die beiden ersten Vorstandsfrauen des Theatervereins Andrea Reschke (1.Vorstand) und Marianne Pichler (2.Vorstand) die den Verein durch turbulente Zeiten geführt hatten und durch ihr Engagement  mit viel Herzblut dafür gesorgt hatten, dass auch weiterhin Theater in Puchheim-Ort gespielt wurde, gaben ihre Vereinsämter bei der JHV 2015 ab. Sie betonten jedoch, dem Verein auch weiterhin in jeder Hinsicht zur Verfügung zu stehen

Die Neuwahlen zur Vorstandschaft in der JHV 2015 ergaben folgende Besetzung:

 

1. Vorstand:  Wolfgang Bleifuß
2. Vorstand: Stefan Kaspar
3. Vorstand: Alexander Urban
Schriftführer: 
Hildegard Leutenstorfer
Kassier: Heike Sepp

 

Aufgeführt wurde 2015 das Volksstück "Das Gemeindehaus" von Carmen Mayer. Im Herbst spielte das Duo Agathe Meißner/Wolfgang Bleifuß einen Sketch (Weltenräume-Weltenträume) beim Heimatabend des MGV Puchheim.

Im Jahr 2016 spielten wir die bayerische Diebeskomödie  "Reibergulasch" von Andreas Leopold und beim Heimatabend des  MGV "Harmonie" waren Agathe Meißner und Wolfgang Bleifuß wieder mit einem Sketch dabei. 

In der Jahreshauptversammlung 2017 beschlossen die anwesenden Mitglieder die organisatorische Trennung vom "Mutterverein" MGV Harmonie Puchheim zum 1.Januar 2018. Ab diesem Zeitpunkt wird der bisherige Theaterverein im MGV "Harmonie" Puchheim als eigenständiger Verein unter dem Namen  THEATERVEREIN PUCHHEIM-ORT weitergeführt werden.

Die Komödie "... des bisserl Haushalt"  oder Operation Weichspüler von Andreas Leopold die 2017 aufgeführt wurde, war ein toller Erfolg. Bereits 3 Tage nach dem Vorverkaufsbeginn waren alle Karten weg. Auch der Kritiker der "Süddeutschen Zeitung" schrieb von einem vergnüglichen Abend und einer gelungenen Inszenierung, die die Besucher begeister applaudieren ließ.

Bei der Jahreshauptversammlung 2018 des erstmals eigenständig auftretenden "THEATERVEREIN PUCHHEIM-ORT" wurde die bisherige Vorstandschft ohne Gegenstimme für drei weitere Jahre bestätigt. Es wurde u.a. beschlossen für die Mitglieder ein Jahres-Beitrag von € 12,-- zu erheben. 

Zur Aufführung 2018 kam dann die bayerische Komödie von Andreas Wening "Lass die Sau raus" . Alle  Vorstellungen waren natürlich ausverkauft und das Publikum war begeistert. So viel Lob, von allen Seiten hatten wir selten.  

 

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